Wie versorgt Gott uns heute? Diese Frage hat uns immer sehr stark beschäftigt auf unserem Weg mit Gott. Ich gehöre zu den Praktikern und möchte alles was ich mache auch immer praktisch und nicht nur theoretisch erleben. Wie gut, dass Gott jeden von uns kennt!
Wir waren mit der ganzen Familie mit dem Auto unterwegs nach Hause. Wir hatten in Flensburg eine tolle Zeit und vieles mit Gott erlebt. Während der Fahrt stellten wir uns wieder einmal diese Frage: „Wie versorgt uns Gott?“
Es ist ja schön, dass Christen immer von der Versorgung Gottes sprechen, aber wie funktioniert das? Wie läuft das ganz praktisch in meinem Leben? Wirft Gott mir Care-Pakete vom Himmel die ich nur auffangen brauche? Liegen eigentlich immer Briefumschläge mit Geld in meinem Briefkasten, wenn ich dringend welches brauche?
Während dessen hatten unsere drei Schätzchen hinten einen tollen Plan ausgeheckt: Sie hatten plötzlich schrecklichen Hunger! Nicht das wir nicht noch vor zwei Stunden bei einem Fastfood Laden an der Autobahn gegessen hätten. Nein, sie hatten Hunger, jetzt, sofort!
Also blieb uns nicht anderes übrig, als anzuhalten und etwas zu essen zu kaufen. Am Parkplatz angekommen, haben sie gesehen, dass es ein Kidsmenü gibt. Ein paar Pommes, drei Hänchennuggets und eine Überraschung. 4,50 € mal drei und wir wären dabei!
„Super“, sagt Juli, „die wollte ich haben“. Die Spannung steigt und wir merken was los ist. Die haben gar keinen Hunger! Die wollen nur das blöde minderwertige Spielzeug haben!
Also sprechen wir offen und pädagogisch wertvoll auf unsere Kinder ein. Aber „nein, das stimmt nicht! Wir haben Hunger!“
Mit der entschlossenen Einigkeit die nur Eltern haben können, schlagen wir vor, dass wir nur ein Kidsmenü kaufen. Unsere Argumentation lautet: „Vielleicht reicht auch nur eine Tüte und alle werden satt.“ Nein, sie haben soooo schrecklichen Hunger, dass natürlich alle eine Tüte haben wollen.
Peer, total schlecht gelaunt rechnet es vor: 3 mal 4,50€ und noch je eine Cola für uns und 20€ sind weg. Noch schlimmer: Unsere Kinder sind meistens nach zwei Bissen satt. Also muss Papa ran an die Kalorien. Er betont, dass unser Nachname „Dicken“ schon bezeichnend für seine Form ist. Wir beenden die Diskussion, indem wir uns auf eine einzige Tüte per Minderheitsbeschluss einigen.
„Nein Papa, wir haben echt Hunger!“ antworten die Kids mit beginnenden Nörgel und Quengel Strategien.
Also gehen wir rein und bestellen: Genau eine Tüte. Der Verkäufer schaut uns an und sagt etwas, was mich total freut: „Es tut mir leid, aber das Spielzeug ist leider ausverkauft.“ Was für ein Pech denke ich. Gut gelaunt sage ich dem Tankstellenverkäufer, dass die Kids das Spielzeug eh nicht haben wollen. So warten wir also auf unsere Wundertüte.
Dann kommt von Hinten eine ältere Dame, schaut uns an und sagt: „Ach dafür, dass das Spielzeug nicht mehr da ist, schenke ich euch noch zwei weitere Trinkpäckchen“ und packt diese in die Tüte ein. Danke! Die Augen der Kinder strahlen! Peer steht an der Kasse mit einem Snickers und einer Cola. Der Verkäufer schaut ihn an und sagt: „Ach die schenke ich euch auch noch!“
Danke! Wir schauen uns an und glauben es kaum. Ein fremder Mann, ein fremde Frau an einer Tankstelle schenken uns einfach so Getränke und Süßigkeiten? Was ist das denn bitte?
Ach so geht das!
Danke, Gott!
Praxistest bestanden.









cooooooooooooooooooooool
(Das war unser Julian)